Fahrsicherheitstraining Dresden 2010

Was schenkt man seiner Frau bloß zum Geburtstag, das ist eine Frage die jedem Mann alljährlich die letzten Pigmente aus den Haaren lockt.

„Was spannendes, was zum spielen und was mit Schokolade“ - so sagt es die Werbung – da fiel mir ein, dass Jana inzwischen auch seit 2 Jahren selber fährt.

Ich entschied mich für ein Fahrsicherheitstraining bei Almoto und ganz Gentleman wie ich bin, buchte ich doppelt um an der Spannung und am Spielen teilzuhaben und gleichzeitig moralische Unterstützung bieten zu können :).

Also fanden wir uns an einem sonnigen Samstag kurz vor 9 Uhr im Almoto-Büro auf der Priessnitzstraße in der Dresdner Neustadt ein und wurden von den Instruktoren Bernd und Rene freundlich in Empfang genommen. Nach und nach trudelten alle 11 Teilnehmer ein.

Bei einem Kaffee lernte man sich in zwangloser Atmosphäre kennen. Das Teilnehmerfeld war gut durchmischt, von 19-68 Jahren – vom Chopper bis zum Supersportler war alles vertreten.

Nach einen Theorieteil in welchen u.a. Kurventechnik, Blickführung und die Physik des Motorrads angesprochen wurden fuhren wir gemeinsam zum Übungsplatz in Willsdruff.

Auf dem Übungsplatz

Nach ein paar Aufwärmübungen wie leichter Slalom, Fahren im Stehen, Fahren im Damensitz etc. und Kominationen derer begann der erste Praxisteil.

Bernd demonstriert eine Übung

Bernd demonstriert eine Übung

Dieser beinhaltete verschiedene Slalom- und „Achterübungen“ sowie die Kreisfahrt zum Schräglagentraining.

Auf Wunsch nimmt der Instruktor auch mal vorne Platz

Auf Wunsch nimmt der Instruktor auch mal vorne Platz

Dann folgte die Mittagspause.

Mahlzeit

Mahlzeit

Bei der Verpflegung wurde nichts dem Zufall überlassen, hier kocht der Instruktor noch selbst ;). Rene hatte einen leckeren Nudelauflauf mit Salat gemacht – nach einer guten halben Stunde begann der zweite Praxisteil.

Der erste Schwerpunkt waren Gefahrenbremsungen, die Übungen wurden mit ca. 30 km/h begonnen und je nach Können bekam man die Freigabe für weitere 10 – 20 km/h. So wurde das Tempo ggf. bis 90 km/h gesteigert.

Auch meine Dicke gibt hinten Pfötchen - 0.5s später

Auch meine Dicke gibt hinten Pfötchen – 0.5s später

Als nächstes standen Ausweichübungen auf dem Programm, vom einfachen Umfahren eines Hindernisses bei verschiedenen Geschwindigkeiten,

Jana in action

Jana in Aktion

über das Ausweichen vor einem Hindernis in der Richtung in welche der Instruktor zeigt,

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zum Ausweichen in die entgegengesetzte Richtung. Der letzte Teil braucht etwas mehr Konzentration als man auf den ersten Blick erwartet.

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falsche Seite Kollege…

Dann begann der dritte und für mich schönste Teil des Trainings. Der Wermutstropfen dabei ist, dass Peter, welcher bis dato akribisch das gesamte Training fotografiert hatte, selbst aufs Bike stieg und als Instruktor arbeitete, entsprechend gehen mir ab hier die Bilder aus ;.

Bernd und Peter starteten mit einer Showeinlage zum Thema ABS, beide fahren mit hoher Geschwindigkeit auf den Platz ein und begannen eine Vollbremsung an der gleichen Stelle, Peter mit – Bernd ohne ABS. Die Anhaltepunkte entschieden sich entsprechend.

Bernd demonstrierte weiterhin einen „Ausritt ins Gelände“ mit höherer Geschwindigkeit.

Anschließend waren wir wieder dran, los ging es mit einer „Kleeblattfahrt“ welche alle Teilnehmer (sofern willig) zugleich absolvierten, an den Kreuzungspunkten galt „einer nach dem anderen“ egal aus welcher Richtung. Dabei war wirklich Konzentration gefragt um nicht zu kollidieren. Nach und nach verließen immer mehr Teilnehmer das Kleeblatt, was zu einer deutlichen Temposteigerung führte und umsomehr Spass machte 8-).

Die letzte Übung bestand aus einer großen Doppel-S-Kurve welche mit höheren Geschwindigkeiten und entsprechender Schräglage gefahren werden konnte.

Vor dem offiziellen Abschluss gab es noch ein Rennen unter allen Teilnehmern nach dem Prinzip: „der langsamste Gewinnt“:

Zwei Bikes stehen an der Startlinie und haben eine festgelegte Distanz (ca. 30m) zurückzulegen. Dabei ist alles erlaubt, außer einen Fuß auf den Boden zu stellen. Wer als letzter die Ziellinie überfahrt gewinnt. Leider bin ich im Halbfinale mit ca. 30cm Vorsprung ausgeschieden.

Nach einem Schwätzchen mit den Instruktoren traten wir gegen 17:30 die Heimreise an.

Fazit

Jana:
Es war anstrengend, hat aber viel Spaß gemacht.
Dass es mir viel gebracht hat, ist mir erst im August während unserer Thüringentour richtig klar geworden.

Für mich war es nicht das erste Fahrsicherheitstraining. Ich war erstaunt dass ich vieles wider erwarten über die Jahre nicht verlernt habe. Trotzdem waren die „kleinen Hinweise“ der durchweg kompetenten Instruktoren viel wert.

Das ganze Training wirkte nie trocken, der Spaßfaktor war enorm. Ich kann das Training absolut weiterempfehlen, das Preis/Leistungsverhältnis von 85€/Teilnehmer ist kaum zu übertreffen.

PS: Die Eingangs erwähnte Schokolade habe ich dann extra geschenkt.

 

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